Es gibt kaum einen professionellen Pokerspieler wie Phil Hellmuth, Jr. "Madison Kid" wurde er genannt, seit er das erste Mal in der Pokerszene auftauchte, als es noch keine Pocketkameras und Sponsorendeals gab - und auch kein Online Poker, wenn Sie sich das vorstellen können.
Es dauerte allerdings nicht lang, bis ihm seine Einzigartigkeit einen neuen Spitznamen einbrachte, "The Poker Brat". Sogar solch ein Name - verdient oder nicht - konnte Phils Meinung von sich selbst, als besten No Limit Texas Hold'em Turnierspieler der Welt, nicht ändern. Angesichts seiner aktuellen Erfolge amg er ganz richtig liegen.
Johnny Chan ist ein legendärer Spieler, ein Mann, der zwei aufeinanderfolgende World Series of Poker Championships gewann und auch ein drittes gewonnen hätte, wäre er nicht von Hellmuth gestoppt worden. Chan und eine weitere Pokerlegende, Doyle Brunson (auch ein zweifacher WSOP-Sieger), gewannen 2005 jeder neun WSOP Armbänder wie auch Hellmuth. Das Wettrennen ging darum, der erste Spieler mit einer zweistelligen Zahl zu werden. Chan gewann das Rennen und Brunson leistete ihm bald Gesellschaft; 2004 ging vorbei und Hellmuth hinkte noch hinterher.
2006 holte Hellmuth auf, nahm sein zehntes Armband in Empfang und setzte einen neuen Rekord, indem er die 50er Marke der Anzahl an Karrieren bei WSOP Cashes durchbrach. Nur wenige Spieler nahmen an so vielen Events teil wie Hellmuth, somit war es kaum überraschend, dass er wenige Herausforderer für diesen Rekord hatte; 2006 endete ohne Armbänder für Chan und Brunson.
Nun ist es 2007 und Hellmuth fährt fort, seinen eigenen Cashrekord zu brechen, der nun bei 59 liegt. Er holte sich zudem erst kürzlich sein elftes WSOP Armband, was ihn fest an die Spitze gegenüber seinen Zeitgenossen setzte. Die Events sind noch nicht vorbei - tatsächlich sind es noch einige Wochen - aber Chan und Brunson werden es schwer haben, zu Hellmuth aufzuschließen.
Chan ist nicht viel älter als Phil, Doyle dagegen schon. Wenn Phil weiterhin auf diesem Niveau spielt, wird er binnen kürzester Zeit seinen Vorsprung derart ausbauen, dass ihn niemand mehr einholen kann. Das - da bin ich mir sicher - würde dem Madison Kid gut in den Kram passen.








